Indien

Junge Mädchen - "moti mulgi"

Betrag: € 2.100,- + € 5.000,-

 

Laufzeit: Dezember 2014 + Jänner 2015

 

Vermittlung: Julia Neubauer-Babu, AIC (Ashraya Initiative for Children)


Die Ashraya Initiative for Children (AIC) ist eine gemeinnützige Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Straßenkindern in Indien und deren Familien  aus der Armut zu verhelfen. Die Initiative arbeitet mit fast 300 Slum-und Straßenkindern in der westindischen Stadt Pune und ermöglicht  ihnen durch eine gute Schulbildung und medizinische Versorgung den Weg in eine bessere Zukunft.

Gegründet wurde die Initiative 2004 von sieben Studentinnen aus der ganzen Welt – darunter die Rohrbacherin Julia Neubauer-Babu. Sie ist seither „Chief Financial Officer“ (Finanzleiterin) und internationales Vorstandsmitglied. Heute lebt und arbeitet Julia in Zürich  und kümmert sich weiterhin um Finanzen, Fundraising und das Freiwilligenprogramm. Die Initiative wird von einem Team von ehrenamtlichen Mitarbeitern aus den USA und Europa geführt. Die indischen Angestellten stammen zum Großteil selbst aus ärmlichen Verhältnissen, erhalten von AIC einen fairen Lohn und die Chance auf Weiterbildung. Durch die vielen Freiwilligen und ehrenamtlichen Mitarbeiter fallen nur geringe administrative Kosten an, Spenden kommen so direkt den Bedürftigen zu Gute.

AIC betreibt in Pune diverse Projekte, darunter ein Heim für verwaiste Straßenkinder sowie Bildungs-und Gesundheitsprojekte für die Kinder zweier Nomadenstämme aus dem Yerwada-Slum. Diese Kinder leiden an Hunger, Unterernährung, Missbrauch, Gewalt und Armut. Sie müssen oft arbeiten oder betteln, um zum Familienunterhalt beizutragen.

Das Hauptaugenmerk der Organisation liegt bei den Kindern. Eine solide Schulbildung sowie Gesundheitsversorgung sind zentrale Anliegen. Die Erwachsenen in diesen Gemeinschaften werden durch Mikrofinanzierungsprojekte und Erwachsenenaus-/fortbildung unterstützt, werden in Rechtsfällen sowie Krisensituationen betreut. Insgesamt werden durch diese Projekte über 1000 Menschen unterstützt.

AIC legt besonderen Wert auf die Förderung von Mädchen. Aufgrund fehlender finanzieller Mittel wird  in diesen Gemeinschaften ein Großteil der jugendlichen Mädchen von ihren Familien unter Druck gesetzt, ihre Schulbildung abzubrechen und früh zu heiraten  (im Alter zwischen 12 und 18 Jahren). Oft werden sie zwangsverheiratet.

Das Projekt „moti mulgi“ („großes/jugendliches Mädchen“ in der Regionalsprache Marathi) soll die weitere Schulbildung der Mädchen durch ganzheitliche Unterstützung und Aufklärungsmaßnahmen garantieren. Zurzeit sollen  durch dieses Projekt 26 Mädchen betreut werden. Die Ausgaben wurden mit jeweils 440,- Euro jährlich pro Mädchen errechnet. Sie beinhalten unter anderem Schulkosten, Mahlzeiten, Kosten für Sozialarbeiterin, medizinische Versorgung.