Ägypten

Schulbildung für arbeitende Kinder

Betrag: € 1.350,-

 

Laufzeit: Dezember 2015

 

Vermittlung: Entwicklungshilfeklub Wien

Armut ist die wichtigste Ursache für Kinderarbeit. Die meisten Eltern würden ihre Kinder nie zur Arbeit schicken, wenn sie nicht die äußerste Not dazu zwingen würde. Obwohl Kinderarbeit in Ägypten offiziell verboten ist, gehen rund zwei Millionen Mädchen und Buben einer regelmäßigen Arbeit nach und leisten somit einen wichtigen Beitrag zum Einkommen ihrer Familien.

Sie arbeiten in Autowerkstätten und Garküchen, als Hausangestellte oder NäherInnen und sind der Willkür ihrer Vorgesetzten ausgeliefert.  Die Arbeitszeiten bis spät in die Nacht hinterlassen bleibende Spuren.

 

Dr. Mona Saad, Leiterin des „Center for the Child Worker and his Local Community“ gelang es, mit ihrem Kinderzentrum in einem Elendsviertel von Kairo einen Schutzraum für junge KinderarbeiterInnen zu schaffen.
Die MitarbeiterInnen des Zentrums besuchen regelmäßig Betriebe, in denen Kinder arbeiten. Sofern möglich, wird versucht, die Kinder aus ihrem Arbeitsverhältnis zu lösen oder zumindest ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern.

 

Im Kinderzentrum holen die Kinder nicht nur ihre Schulbildung nach, sondern sie erlernen auch eigenständiges Denken und Handeln, um für sich selbst Verantwortung übernehmen zu können.
Angeboten werden Abendkurse, welche die Kinder nach der Arbeit besuchen können. Auch auf musische und sportliche Aktivitäten wird großer Wert gelegt.
Zudem gibt es eine ausgewogene, warme Mahlzeit pro Tag, da viele arbeitende Kinder an Unter- oder Fehlernährung leiden.
Um die Geschwisterkinder vor Schulabbruch und Kinderarbeit zu bewahren, ist es wichtig, Kontakt zu den Familien zu halten. Für die Mütter werden in regelmäßigen Abständen Workshops zum Thema Gesundheitserziehung angeboten.
Für jedes Kind, das regelmäßig ins Zentrum kommt, wird eine eigene Karteikarte angelegt auf der Alter, Gesundheitszustand, schulische Kenntnisse, aber auch besondere Fähigkeiten vermerkt werden.