Verleihung - Missionspreis 2017

 

Am 20. Jänner 2017 wurde unserer Gruppe der Missionspreis 2017 verliehen. Neben drei anderen Gewinnern können wir uns über diesen Preis freuen.

 

Wir wurden als Gewinner für unser mittlerweile 45 Jahre dauerndes Wirken ausgewählt.

 

In einer stimmungsvollen Feier im Linzer Bischofshof erhielten wir eine Statue und € 1.500,- Preisgeld, welches wir wieder in ein Projekt einfließen lassen.

 

Bischof Dr. Manfred Scheuer, LH Dr. Josef Pühringer und Mag. Andreas Reumayr, Leiter der Missionsstelle, gratulierten unserer Gruppe.

 

Projektreise nach Uganda

In diesem Sommer konnte ich in einer Projektrundreise alle unsere Projekte in Uganda besuchen und die zuständigen Projektpartner vor Ort kennen lernen. Die Projekte laufen großteils sehr gut, aber manche brauchen noch weitere finanzielle Unterstützung, um auf eigene Füße zu kommen.

Alle Projektpartner haben uns sehr erfreut empfangen und ich konnte viele konstruktive Gespräche führen, in denen es um die weitere Zusammenarbeit ging.

George Ankora leitet das Zentrum YAWE ("Perspektive für Kinder") in Fort Portal. Es werden HIV-infizierte Jugendliche in einer Gesundheitsstation betreut. Dort wird auch über Familienplanung informiert, Impfungen durchgeführt. Zusätzlich können die Jugendlichen eine viermonatige Kurzausbildung in den Bereichen Schneiderei, Bäckerei und Frisör-Geschäft machen.

Kellen leitet das Körbchen-Projekt in Rubona. In einem Färbeprozess, in dem ausschließlich Naturfarben verwendet werden, wird der Bast zum Flechten eingefärbt. Dann produzieren über 100 Frauen zu Hause sehr aufwändige Körbchen. Je nach Qualität bekommen die Frauen einen fairen Preis für die Körbe bezahlt.

In einem Wettbewerb einmal im Monat werden die "Master-pieces" gekürt. Das Projekt ist weitum bekannt, da es sich vollständig selbst trägt und für sehr viele Frauen eine Einkommensquelle darstellt.

Eliezer leitet das BBC (Bienen-Projekt). Es ist auch ein Projekt mittlerweile vollständig alleine läuft. Die Imker bringen ihre Honigwaben ins Zentrum nach Rubona. Dort wird der Honig geschleudert, fachgerecht abgepackt und lokal verkauft.

KIKA ist das Kaffee-Projekt in Kisomoro. In diesem Projekt ist schon viel geschehen: die Bauern haben sich zu einer Genossenschaft zusammengefunden, trocknen den Kaffee, in einer Kaffeeschälmaschine wird er geschält und dann weitervermarktet. Für die Bauern ist es schwierig, die Qualität zu halten, um einen guten Preis zu bekommen. Das Projekt wird von uns noch weitere Unterstützung benötigen, da weitere Trocknungsanlagen angeschafft werden sollen.

Sr. Rose ist die Leiterin der Grundschule St. Matia in Kyengera, einer ärmlichen Vorstadt von Kampala. In dieser Schule für max. 70 geplante Schüler muss noch sehr viel geschehen. Von den derzeit 55 Schülern zahlen nur 5 Schüler ihr Schulgeld. Sr. Rose hat daher viele Sorgen, wie sie ihre Schüler durchbringt. Mit Hilfe eines Sozialarbeiters soll nun durch einen Zeltverleih und durch die Herstellung von Seife regelmäßig Einkommen erwirtschaftet werden. Es fehlt noch an vielem: Klassenräume, Einrichtung, Matratzen für die Schüler, Wasseranschluss usw. Stückweise soll die Schule auf die Beine gebracht werden.