Jährlich 30.000 Euro

 

 

 

In 40 Jahren mit 655.752 Euro in 45 Ländern Projekte der Entwicklungszusammenarbeit gefördert! – Die Bilanz ist beeindruckend, die die derzeit aus 140 Spender/innen bestehende Rohrbacher Selbstbesteuerungsgruppe legen kann.

 

 

Die Rohrbacher Selbstbesteuerungsgruppe „Eine Welt für alle" erhielt schon vor 14 Jahren für ihren langen Atem den KirchenZeitungs-Solidaritätspreis.

 

Am 22. April feierte die Gruppe im Pfarrheim Rohrbach mit etwa 100 Gästen das 40 Jahr-Jubiläum. 39 Mitglieder leisten seit mindestens 35 Jahren regelmäßige Spenden. 16 Spender/innen, die heute das Engagement „Eine Welt für alle" unterstützen, gehörten schon zu den Gründer/innen! Monatliche Treffen sind die Aufgabe von elf „Aktiven". 1972 kehrte Leopold Liebletsberger von einem Entwicklungshilfe-Einsatz in Bolivien zurück, und eine Gruppe tat sich zusammen, die meinte: Die Unterstützung soll weiter gehen. So entstand die Selbstbesteuerungsgruppe. In den letzten Jahren bringen deren Mitglieder jährlich 30.000 Euro auf. Damit werden gegenwärtig zehn Projekte unterstützt. Es sind vor allem Bildungs- und Frauenprojekte, und es sind eher kleine Projekte, wie Maria Mittermaier erklärt. Um die größeren kümmern sich die großen Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit. Aktuell wird ein Alpakazucht-Projekt in Ecuador unterstützt oder ein Kinderheim in Indien, das Julia Neubauer aus Rohrbach mitgegründet hat. Wie in Indien, gibt es zu allen geförderten Projekten über persönliche Beziehungen Kontakt. Als die Selbstbesteuerungsgruppe begann, wurde noch viel über den damaligen ÖED (Österreichischer Entwicklungsdienst) abgewickelt. Nach wie vor gibt es fallweise Zusammenarbeit mit den großen Eine-Welt-Organisationen – etwa mit Sei so frei, mit der Dreikönigsaktion, dem Entwicklungshilfeclub, mit Horizont 3000 und mit der Missionsstelle der Diözese. Die Rohrbacher Selbstbesteuerungsgruppe ist ein Fachausschuss der Pfarre, der seit kurzem als Verein organisiert ist. Das war Voraussetzung dafür, die steuerliche Absetzbarkeit der

 

Spenden zugestanden zu bekommen. Monatlich verkauft die Gruppe im Pfarrzentrum EZA-Produkte. Ihre Aktivisten kommen auch zu Bildungsveranstaltungen in Schulen und halten Vorträge. – Entwicklung ist auch eine Informations-Aufgabe!

 

Bildquelle: Eine Welt für alle (2)

 

Autor: Ernst Gansinger